Fehlersuche

dumm gelaufen

Ein Auftragsloch ist für den Übersetzer nicht nur finanziell eine Herausforderung, sondern kann oft auch zu unüberlegten Handlungen führen. Wer verzweifelt ist, der macht Fehler – wie diese wahre Begebenheit aus meinem letzten Auftragsloch beweist.

Donnerstag, 15.30 Uhr

Eine Agentur (mit der ich bereits hin und wieder gearbeitet hatte) schickt eine Anfrage: 487 Wörter IT-DE bis Freitag 09.00 Uhr. Könnte ich das bitte erledigen? Weiterlesen

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Ich muss arbeiten!

Home Office

Natürlich nehme ich gerne die Post meiner Nachbarn entgegen, denn die müssen ja arbeiten. Ja, ich kann das auch für die Nachbarn erledigen, die zwei Häuser weiter wohnen. Kein Thema. Ich bin ein netter Nachbar, ich helfe gern mal aus.

Und selbstverständlich darf die Putzfrau bei mir klingeln, um den Schlüssel für die Wohnung über mir abzuholen, keine Frage. Die gute Frau von oben ist nämlich tagsüber an der Arbeit. Ich kann auch ohne Weiteres am späten Vormittag mal kurz nach unten gehen, um nach der Katze zu sehen, die gestern operiert wurde. Denn die tierliebenden Besitzer müssen ja auch arbeiten.

Was ich aber nicht mehr machen kann, ist euch zum Kaffee/Tee/Wein/Bier einladen, wenn ihr an eurem wohlverdienten Feierabend bei mir klingelt, um euch für meine Nachbarschaftsdienste zu bedanken (oder um eure Pakete abzuholen).

Denn irgendwann muss ich auch arbeiten!

photo credit: Matt Northam via photopin cc

Der Grüne Bleistift

Happiness

basil-54173_640Ich mag Bleistifte. Sie haben so etwas Nostalgisches. Und ich liebe den “Grünen Bleistift” – eine wirklich originelle Idee, die das Thema Recycling auf eine ganz neue Art und Weise auslebt: witzig, sinnvoll und grün!

Sprout Pencil ist das innovative Projekt einer Gruppe von Studenten des Massachusetts Institute of Technology. Ihr Ziel war es, alten Bleistiftstummeln neues Leben einzuhauchen. Und das ist ihnen mit dem “Grünen Bleistift” perfekt gelungen!

Sie haben ganz einfach biologisch abbaubare Kapseln am Ende der Bleistifte mit Samen verschiedener aromatischer Pflanzen befüllt. Die Idee ist im Grunde ganz simpel und genau deshalb so genial: ist der abgespitzte Bleistift letztendlich zu kurz, um noch verwendet zu werden, dreht man ihn einfach um und pflanzt ihn in einen Topf mit Blumenerde. Nun benötigt man nur noch etwas Wasser, Sonne, Liebe und Geduld, und schon bald kann man sich über jede Menge duftender Pflanzen freuen: Basilikum, Thymian, Petersilie, Salbei…

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Translatella

Translatella

Nutella: Von Italiens Spitzenköchen neu entdeckt

Vor allem wir Übersetzer wissen ja, dass auch geistige Arbeit ganz schön anstrengend sein kann. Mittwochs falle ich oft in ein kreatives Tief, und dann hilft einfach nur eins: Powerfood! Früher hielt ich für solche Notfälle immer ein Glas Nutella im hintersten Küchenregal versteckt. Aber die klassische Nutella enthält nicht nur viel zu viel Fett und Zucker, sie macht inzwischen auch wiederholt mit negativen Schlagzeilen auf sich aufmerksam, weil sie ja das verpönte Palmöl enthält.

Anyway, es musste also eine gesündere, kalorienärmere und vor allem umweltfreundlichere Alternative her. Und deshalb mache ich jetzt meine eigene „Translatella“ – das geht ganz schnell, ist auch für Kochmuffel keine Zauberei und schmeckt einfach umwerfend. Weiterlesen

Undank ist (nicht nur) des Übersetzers Lohn

Danke!In dem Roman, den ich gerade lese, passiert als Nebenhandlung etwas Außerordentliches: Da bedankt sich ein Leser nicht beim Autor, sondern beim Übersetzer eines nicht sehr bekannten Werks, denn „ohne den Übersetzer wäre er niemals in den Genuss dieses Buches gekommen“. Ein sehr schöner Gedanken: Ein Autor kann die schönsten Bücher schreiben, aber ohne Übersetzer bleiben diese größeren oder kleineren Meisterwerke vielen Lesern weltweit vorenthalten.

In der Praxis aber ziemlich weit hergeholt. Da ich beruflich ja nun weniger in der literarischen Welt, sondern eher im Marketingbereich unterwegs bin, bezweifle ich, dass sich ein Leser bei mir für seinen tollen Urlaub bedanken wird, den er wahrscheinlich nicht hätte antreten können (oder wollen), wenn ich nicht Hotelwebsites, Sonderangebote und Landesinformationen übersetzt hätte. Oder die Friseurin, die den modernen Hochleistungsföhn aus den USA nur deshalb richtig bedienen kann, weil ich mich (trotz Kurzhaarfrisur) nächtelang mit den Vor- und Nachteilen des Geräts auseinandergesetzt habe, um eine korrekte und vor allem brauchbare Übersetzung der Anleitung zu liefern. Ganz ehrlich, das würde ich auch niemals erwarten, aber allein der Gedanken ist sehr inspirierend. Weiterlesen

Ich. Bin. Übersetzer.

I'm a translator

Das Bilderbuch der Unberufe

Es ist doch immer wieder dasselbe. Wenn man neue Menschen trifft und ein Gespräch beginnt, dann kommt sie irgendwann, die unvermeidbare Frage:

„Und was machst du so?“

„Ich bin Übersetzer/in.“

Und wer kennt sie nicht, die mitunter kreativen bis nervtötenden Bemerkungen, wenn man sich als Übersetzer outet. Hier ein kurzer Auszug aus 15 Jahren Übersetzerdasein.

„Und was machst du hauptberuflich?“

(Öhm …) Weiterlesen