SILO von Hugh Howey

Ein Science Fiction Roman, der richtig süchtig macht

SILOMit seinem Science-Fiction-Roman „Silo“ hat der amerikanische Schriftsteller Hugh Howey ein Werk erschaffen, das für sehr kurze Nächte sorgt. Die deutsche Übersetzung stammt von Gaby Wurster.

Wenn ihr auf extrem spannende, intensive und gut durchdachte Geschichten steht, werdet ihr das „Silo“ lieben. Die Story spielt, wie es sich für einen SF-Roman so gehört, in der Zukunft. In einer recht dunklen Zukunft, in der die Menschheit so gut wie ausgerottet ist. Seite für Seite taucht der Leser in eine Welt ein, die auf den Säulen uralter Lügen und Manipulationen steht. Die Geschichte handelt von Mut, Liebe, Leid und Loyalität.

Das Silo – eine Stadt unter der Erde

Die letzten Vertreter unserer Gattung leben in einem gigantischen Silo unter der Erde. Auf unzähligen Stockwerken gehen verschiedene Kasten ihrer Tätigkeit nach. Mechaniker, Gärtner, Ärzte und so weiter. In den oberen Bereichen befinden sich die Kantine (in der man über Bildschirme die ruinöse Außenwelt betrachten kann), das Büro des Sheriffs, das der Bürgermeisterin und der IT-Bereich des Silos. Hier schalten und walten die Machthaber des unterirdischen Reichs und hüten ein Jahrhunderte altes Geheimnis, dessen Offenlegung im Chaos resultieren würde. Oder doch nicht?

Klappentext

„Drei Jahre nach dem mysteriösen Tod seiner Frau setzt Sheriff Holston seiner Aufgabe ein Ende und beschließt, die oberste Regel zu brechen und das Silo zu verlassen. Doch die Erdoberfläche ist toxisch, ihr Betreten bedeutet den sicheren Tod. Holston nimmt dies in Kauf, um endlich mit eigenen Augen zu sehen, was sich hinter der Luke befindet, durch die alle nach draußen blicken. Seine Entdeckung ist ebenso ungeheuerlich wie die Folgen, die sein Handeln hat – denn seine Nachfolgerin Juliette, eine begabte Mechanikerin aus den untersten Stockwerken des Silos, muss sich jetzt dem Kampf gegen die perfiden Herrscher der unterirdischen Welt stellen.“

Wie gesagt. Wer keine langen Nächte scheut, sollte sich das „Silo“ von Hugh Howey unbedingt zu Gemüte führen.

TIPP

Den ersten Teil von SILO kann man sich kostenlos auf den Kindle laden – Silo 1

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253 Bücher für ein besseres Leben

Hemingway gegen Kopfschmerzen?

BücherFür alle großen und kleinen Wehwehchen gibt es eine Lösung: das passende Buch! Eine großartige Idee von Susan Elderkin und Ella Berthoud.

Bücher auf Rezept: Fallada für die Hoffnungslosen, Tolstoi bei Zahnweh (und natürlich auch bei Ehebruch) und »Schiffbruch mit Tiger« in ausweglosen Situationen – die »Romantherapie« kennt für jede Lebenslage das richtige Buch. Ob Sie an Kaufsucht oder Liebesmangel leiden, Ihre Nase hassen, zu wenig Sex haben oder einfach hoffnungslos eitel sind, bei alldem hilft nur eins: der richtige Roman. »Die Romantherapie« liefert stets die passende Lektüre von A bis Z. Und ist dabei selbst ein sprühendes Lesevergnügen.

Die „Romantherapie“- 253 Bücher für ein besseres Leben

(Aus dem Englischen übersetzt von Kirsten Risselmann und Katja Bendels)

Die “Romantherapie” ist ein medizinisches Handbuch der etwas anderen Art. Hier findet man nicht nur für unzählige körperliche und geistige Beschwerden die passende Lese-Kur, sondern auch viele Lesetipps, die das Leben im Allgemeinen erleichtern können. Denn die beiden Autorinnen sind davon überzeugt: Ein Roman – wenn im richtigen Moment gelesen – kann ein Leben wortwörtlich zum Positiven hin verändern.

Die Romantherapie

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Infos gibt es auf der Website „The Novel Cure“

Nützliche Irrtümer

Innerhalb eines Jahres lernte er Niederländisch, Spanisch, Italienisch und Portugiesisch. Doch ein Sprachtalent ist noch lange kein Forscher.

Man nahm ihn nicht ernst. Man konnte und wollte ihn nicht ernst nehmen, diesen Möchtegernforscher, diesen Dilettanten und Aufschneider. Die deutschen Altertumsforscher, die deutschen Wissenschaftler an den Universitäten überhaupt hatten ein starkes, ein unerschütterliches Ständebewusstsein, das dem des preußischen Militärs kaum nachstand. Heinrich Schliemann war Kaufmann. Das Gymnasium hatte er abbrechen müssen, den Eltern fehlte das Geld. Der junge Mann begann eine Lehrzeit als Handelsgehilfe bei einem Krämerin seiner mecklenburgischen Heimat. Kränklich war er auch. Er versuchte sein Glück in Hamburg, fand aber nur eine Stelle als Lagerarbeiter und erkrankte erneut. Völlig verarmt beschloss er, auszuwandern, nach Südamerika. Das Schiff strandete jedoch schon vor der niederländischen Insel Texel. Er gelangte nach Amsterdam erhielt eine Stellung als Kontorbote und begann, Fremdsprachen zu lernen. Viele Sprachen. Innerhalb eines Jahres lernte er Niederländisch, Spanisch, Italienisch und Portugiesisch. Doch ein Sprachtalent ist noch lange kein Forscher. Weiterlesen

Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry von Rachel Joyce

Zu meinem Geburtstag überraschte mich ein guter Freund mit einem Buch, das mir richtig ans Herz gewachsen ist. Es handelt von einer sehr spontanen Pilgerreise eines englischen Herren, der normalerweise alles andere als spontan ist. Sagenhaft geschrieben, unglaublich tiefsinnig und gespickt mit dem ein oder anderen Schmunzler, hat mich dieses Buch gefesselt und nicht mehr losgelassen.

Die Geschichte der unwahrscheinlichen Pilgerreise des Harold Fry beginnt mit einem Brief. Einem Brief, den Harold seiner ehemaligen Kollegin geschrieben hat, die aufgrund einer Krebserkrankung im Streben liegt. Eigentlich wollte Harold den Brief nur zum Briefkasten bringen … letztendlich ist er 87 Tage unterwegs. 1000 Kilometer vom Süden Englands bis hoch an die schottische Grenze. Weiterlesen

Wie man mit einem Lachs verreist

Wie man mit einem Lachs verreist

Kühlschrankpoesie

„Glaubt man den Zeitungen, sind es zwei Probleme, die unsere Epoche bedrohen: die Invasion der Computer und der besorgniserregende Vormarsch der dritten Welt. Es stimmt, ich kann es bezeugen.

Meine letzte Reise war kurz: ein Tag nach Stockholm und drei Tage London. In Stockholm blieb mir genügend Zeit, einen geräucherten Lachs zu kaufen, ein Riesending zu einem Spottpreis. Er war akkurat in Plastik verpackt, aber man sagte mir, wenn ich auf Reisen sei, täte ich gut daran, ihn zu kühlen. Leicht gesagt.

In London hatte mein Verleger zum Glück ein Zimmer in einem Luxushotel reservieren lassen, also eines mit Kühlschrank. Bei der Ankunft hatte ich den Eindruck, in eine ausländische Botschaft während des Boxeraufstandes in Peking geraten zu sein.Familien, die in der Halle kampierten, Reisende in Decken auf ihrem Gepäck… Ich fragte das Personal, lauter Inder und ein paar Malayen. Sie sagten mir, das Hotel habe just am Vortag ein Computersystem installiert, das aufgrund von Anfangsschwierigkeiten seit zwei Stunden ausgefallen sei. Man könne leider nicht feststellen, welche Zimmer frei und welche belegt seien. Ich müsse warten. Weiterlesen