Kreative Preisgestaltung

Der Preiskampf tobt in der Übersetzerbranche. Das musste ich erst kürzlich wieder feststellen.

Da mein Auftragsloch sich weiterhin weigert, von dannen zu ziehen, habe ich mich jetzt bei verschiedenen Übersetzungsagenturen beworben: schön brav das Formular ausgefüllt und dann auf Aufträge gewartet. Und die Jobanfragen kommen auch, meist mit der Bitte, die „best rate“ anzugeben. Also sehe ich mir den Text an und informiere die Agentur über meinen besten Preis. Früher hat man ja noch mindestens eine Absage erhalten. Heute hört man einfach gar nichts mehr.

Wie heißt es so schön: „Only monkeys work for peanuts“. Aber auch Affen müssen essen (und Miete bezahlen, Rechnungen …etc.). Nur – wie kriegt man das hin, ohne die Übersetzerehre mit Niedrigstpreisen zu schänden? Weiterlesen

Die Prozeduren der Agenturen

Übersetzungsagenturen – Can’t live with them … can’t live without them!

Kunden sind ja bekanntlich wie Familie & Nachbarn, man kann sie sich nicht (immer) aussuchen.

ÜbersetzungsagenturenNatürlich arbeite ich am liebsten mit Direktkunden. Da ja der „Mittelmann“ wegfällt, verdient man ganz einfach bedeutend mehr. Außerdem kann ich mit Direktkunden selbst verhandeln – Preis, Abgabetermin, Zahlungsziel und allen weiteren Rahmenbedingungen werden direkt mit dem Auftraggeber abgesprochen. Übersetzungsagenturen hingegen haben einen weitaus größeren Kundenpool und ermöglichen es mir, an interessanten und großen Projekten mitzuarbeiten, an die ich sonst als freiberufliche Übersetzerin wahrscheinlich niemals rankommen würde. Außerdem muss ich nicht selbst verhandeln, sondern einfach nur die Bedingungen der Agentur akzeptieren und übersetzen.

Was aber die Rahmenbedingungen bei Übersetzungsagenturen angeht, sind diese oft fragwürdig. Mal ganz abgesehen vom Wortpreis, der meist nur die Hälfte oder gar weniger im Vergleich zum Wortpreis für den Direktkunden ausmacht, sind auch Zahlungsziele von bis zu 90 Tagen inzwischen keine Seltenheit mehr.

Und dann gibt es in den Agenturen die PMs, die Project Manager. Eine ganz eigene Spezies. Neulich las ich auf Facebook: Ein PM denkt, dass 9 Frauen ein Kind in einem Monat zur Welt bringen können.“ Wie treffend! Weiterlesen

Fehlerhaft

OMGAls Übersetzer wird man oft mit Texten konfrontiert, die alles andere als druckreif sind. Und es stellt sich die ewige Frage: Wie geht man als Übersetzer mit solchen Fehlern um?

Beginnen wir doch mal mit der Definition des Wortes „druckreif“:  in Bezug auf Inhalt, Stil usw. für den Druck geeignet (Duden).

Nun habe ich einen Text vor mir, in dem wiederholt der Ausdruck „alpine Bergwelt“ vorkommt. Mir ist schon klar, dass man vor allem als SEO-Texter nicht ausschließlich auf Stil und Leserfreundlichkeit achten kann, wenn man bestimmte Keywords im Text in einer gewissen Dichte unterbringen muss. Aber „alpine Bergwelt“ ist ein ziemlich plumper Versuch, ohne großen Aufwand die notwendige Wörterzahl zu erreichen. Weiterlesen

Wo bleibt mein Geld?

it's all about the money
Wie Sie im Internet neue Kunden erreichen und Ihren Umsatz steigern

Ausstehende Rechnungen – Ein lästiges Phänomen, das leider immer weiter zunimmt. Aber was tun, wenn der Kunde nicht bezahlt? Das kommt in erster Linie auf den einzelnen Kunden an. War es nur ein Versehen? Oder doch eiskalte Berechnung?

Da ich es ja vorziehe, an das Gute im Menschen zu glauben, schicke ich immer erst mal eine kurze „Erinnerungs-Mail“ (keine Mahnung!) – das ist in den meisten Fällen schon ausreichend, um eine zügige Bezahlung zu garantieren. Weiterlesen

Mehr Aufträge? So klappt das!

Idee!
Wie man im Internet neue Kunden erreicht und den Umsatz steigert

Es gibt eine wirklich geniale Methode, wie man als Freiberufler Auftragslöcher ganz einfach und schnell wieder füllen kann. Ich muss dazu sagen, dass ich aus reinem Zufall auf diese Methode gestoßen bin – aber bei mir hat sie funktioniert!

So ein Auftragsloch ist für einen Freiberufler eine ziemlich fiese Sache. Wenn man sich in den fetten Monaten nicht ein gewisses Sicherheitspolster geschaffen hat, dann kann es schon mal eng werden. Denn die monatlichen Kosten laufen ja weiter, die scheren sich nicht darum, wenn im Auftragskalender gähnende Leere herrscht.

Anfangs genießt man noch die viele Freizeit, die man plötzlich hat. All das, wofür man sonst nie Zeit hatte, kann jetzt endlich erledigt werden. Man räumt den Kleiderschrank auf, probiert Rezepte aus, liest ein paar Bücher oder bastelt am Blog. Aber irgendwann wäre es dann doch ganz nett, wenn wieder ein bisschen Geld in die Kasse fließen würde. Man guckt also alle 5 Minuten ins Postfach, ob sich nicht doch ein Auftraggeber gemeldet hat. Und wenn man mal einen Nachmittag ins Kino oder spazieren geht, kontrolliert man auch dauernd die Mails, ob denn nicht was reingekommen ist. Weiterlesen

Kein Grund zur Aufregung

Grrrrrr!Was ich ja auf den Tod nicht ausstehen kann, sind Kunden, die mir einen Text, den sie vorher ganz einfach mit Google Translate übersetzt haben, „nur zur Korrektur“ senden. Klar, denken sie, korrigieren kostet ja bestimmt weniger als übersetzen. Da könnte ich grad aus der Haut fahren.

Es geht nicht so sehr darum, dass der Kunde versucht, ganz schlau Geld zu sparen. Es geht vor allem darum, dass man versucht, mich für dumm zu verkaufen. Ich empfinde solche Anfragen als Beleidigung meiner Intelligenz. Jeder Übersetzer mit etwas Erfahrung kann eine Google Übersetzung sofort erkennen, das ist wahrlich kein Hexenwerk.

Aber es passiert nun mal immer wieder, und es nützt nun mal rein gar nichts, sich darüber aufzuregen.

Was ich in solchen Situationen mache?

1)      Gar nix! Wenn der Kunde mir nicht den Originaltext zur Verfügung stellt, dann sage ich solche Aufträge kategorisch ab. Es ist schlichtweg meine Zeit nicht wert, irgendwelche Google-Hirngespinste zu entziffern. Und wenn es passiert, dass man mal was falsch „interpretiert“, dann gibt es wahrscheinlich noch eine Beschwerde vom Kunden. Wer schon so clever sein will und versucht, mir eine Google Übersetzung zur Korrektur unterzuschieben, der wird wahrscheinlich auch jeden kleinsten Fehler dazu nutzen, eine Bezahlung hinauszuschieben oder gar zu verweigern. Also reine Zeitverschwendung – meine Erfahrung sagt mir: Finger weg!

2)      Wenn der Ausgangstext zur Verfügung gestellt wird – was nicht oft der Fall ist, da der Kunde ja weiß, dass man ihn damit ganz einfach seines kleinen Google-Schwindels überführen kann – dann lautet mein Angebot immer wie folgt:

Gerne kann ich Ihren Text korrigieren – für Korrekturen von Google Übersetzungen mit Ausgangstext berechne ich 60 Euro die Stunde.

Ich kann natürlich auch ganz einfach den Ausgangstext für Sie übersetzen, zu einem Wortpreis von xxx Euro. Meine Erfahrung sagt mir, dass Sie damit wahrscheinlich viel günstiger liegen.

Und hier noch ein Buchtipp dazu:

Schwierige Kunden

Auf humorvolle Art und Weise beleuchtet Andreas Nemeth in diesem Buch die unterschiedlichsten Kundentypen und gibt dem Leser eine Menge Tipps an die Hand, gerade mit diesen Kunden serviceorientiert umzugehen und eventuell entstehende Problemsituationen souverän zu meistern. Wer dieses Buch gelesen hat, freut sich über jeden Kunden, steigert seine Umsätze und begeistert seine Kunden!

photo credit: joshjanssen via photopin cc

Können vier Teelichter wirklich mein Home Office heizen?

Hello Winter!Wer will schon in einem kalten Heimbüro arbeiten? Das macht a) keinen Spaß, b) minimiert die Produktivität und c) man holt sich wahrscheinlich auch noch eine heftige Erkältung. Also muss ein Heizlüfter her, keine Frage! Nun sind Heizlüfter aber wahre Stromfresser – das haben wir gerade heute am Vormittag wieder einmal mit Entsetzen feststellen müssen. Als die Waschmaschine und der Heizlüfter gleichzeitig liefen, ist die Sicherung rausgefallen – es war einfach zu viel! Es muss also eine Strom sparende und kostengünstigere Alternative her.

Nie mehr kalte Füße und Eisfinger im Home Office – geht das wirklich auch ohne Heizlüfter? An diesem Wochenende werden wir – treu dem Motto „Übersetzer forscht!“ – den Selbstversuch starten und versuchen, unser kleines Heimbüro mit einer Brotbackform, vier Teelichtern und 2 Blumentöpfen zu heizen. Dieses Video kursiert zur Zeit im Internet, und ich denke es lohnt sich, diese Methode einfach mal auszuprobieren – kostet ja (fast) nix! Ich gebe euch dann nächste Woche Bescheid, ob es auch wirklich funktioniert … toi toi toi!

Die Auflösung!

photo credit: Anton Novoselov via photopin cc

Translatella

Translatella
Nutella: Von Italiens Spitzenköchen neu entdeckt

Vor allem wir Übersetzer wissen ja, dass auch geistige Arbeit ganz schön anstrengend sein kann. Mittwochs falle ich oft in ein kreatives Tief, und dann hilft einfach nur eins: Powerfood! Früher hielt ich für solche Notfälle immer ein Glas Nutella im hintersten Küchenregal versteckt. Aber die klassische Nutella enthält nicht nur viel zu viel Fett und Zucker, sie macht inzwischen auch wiederholt mit negativen Schlagzeilen auf sich aufmerksam, weil sie ja das verpönte Palmöl enthält.

Anyway, es musste also eine gesündere, kalorienärmere und vor allem umweltfreundlichere Alternative her. Und deshalb mache ich jetzt meine eigene „Translatella“ – das geht ganz schnell, ist auch für Kochmuffel keine Zauberei und schmeckt einfach umwerfend. Weiterlesen