Körpersprache der Hände

Was ein Handschlag verraten kann

HandschlagObwohl sich die Körpersprache der Frau in einigen Punkten von der Körpersprache des Mannes unterscheidet, dauert es in der Regel nicht länger als fünf Sekunden, bis man sein Gegenüber einschätzt und beurteilt. Diesen ersten Eindruck macht sich jeder Mensch ganz automatisch, wenn er mit einem Mitmenschen zum ersten Mal konfrontiert wird. Die ganze Körperhaltung, Gesichtszüge und auch die Hände sind Faktoren, die unser Unterbewusstsein unter die Lupe nimmt. Wie man auf andere wirkt und wie andere auf einen selber wirken, wird zu 93 % von Körpersprache und der Stimme geprägt! Die Begrüßungsriten sind je nach Land, Kulturen und Religionen verschieden. Der Handschlag ist weltweit die am häufigsten angewandte Art der Begrüßung. Befasst man sich etwas ausgiebiger mit der Thematik der Körpersprache, so ist es erstaunlich, was man aus einem „einfachen“ Händedruck alles zu erfahren ist.

Offen

Hier berühren sich beide Handflächen vollständig und auf gleicher Höhe. Jeder Mensch hat eine persönliche Schutzzone von ca. 70 Zentimetern. Der Körperabstand ist in diesem Fall angemessen und der Händedruck angenehm. Beide Seiten signalisieren Offenheit und gegenseitigen Respekt.

Schwach oder lasch

Hat man das Gefühl, eher einen feuchten Handschuh zu drücken, ist dies ein klares Zeichen für die Unsicherheit des Anderen. Meistens halten unsichere Menschen einem außerdem den gestreckten Arm entgegen, um möglichst viel Abstand zu halten.

Zaghaft

Reicht einem sein Gegenüber nur die Finger, signalisiert er, dass er noch nicht bereit ist, sich auf einen näheren Kontakt einzulassen. Die Hand wird in der Regel dann auch gleich nach dem Kontakt zurückgezogen. Anstatt einen direkten Blickkontakt zu wahren, kommt der Blick häufig von der Seite.

Dominant

Der Händedruck ist fest und zieht sein Gegenüber an sich ran. Der Daumen drückt ebenfalls auf das Handgelenk – er behält also bildlich gesprochen die Oberhand. Zusätzlich wird die freie Hand auf den Unterarm des anderen gelegt und nach unten gedrückt. Die Aussage ist einfach: Ich bin der Stärkere und bestimme, wo es lang geht!

Freundschaftlich

Der Abstand zueinander ist in diesem Fall ziemlich gering. Die Ellenbogen sind angewinkelt und in manchen Fällen berührt die freie Hand leicht den Unter- oder Oberarm des anderen. Bei manchen jungen Menschen folgt daraufhin noch ein Art Hände- und Fingerakrobatik, mit Abklatschen, Schnippen und Ähnlichem… also Köpersprache auf höchstem Niveau.

Wertschätzend

Nachdem die Hand des Gegenübers ergriffen wurde, wir die freie Hand leicht auf die Oberseite der ergriffenen Hand gelegt. Dies drückt absolute Wertschätzung und Respekt aus. Neigt der Betreffende noch zusätzlich den Kopf leicht zur Seite und lächelt dabei offen, wird das Signal der Verbundenheit noch verstärkt.

Buchtipp

Authentische Körpersprache

Es gibt unzählige Bücher über dieses hochinteressante und facettenreiche Thema. Sehr empfehlen kann ich persönlich das Buch von Stefan Spies „Authentische Körpersprache“. Als Theater- und Opernregisseur und Coach für non-verbale Kommunikation bringt er sein Wissen unterhaltsam und verständlich an den Mann / die Frau. Hat man sich erst mal mit dem Thema Körpersprache auseinandergesetzt, eröffnen sich uns völlig neue Erkenntnisse und Einsichten. Zudem birgt das Verstehen der Körpersprache viele Vorteile im Umgang mit anderen Menschen – ob privat oder auf geschäftlicher Ebene.

photo credit: LeonArts.at via photopin cc

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