Erfolgreiches Arbeiten von Zuhause – Überlebenshandbuch für das Heimbüro

Heimbüro - Bequem zu Hause arbeitenBequem und seriös von Zuhause aus Geld verdienen ist möglich, wenn man sein Home-Office im Griff hat. Vor allem Zeiteinteilung und Selbstmanagement spielen bei der Heimarbeit eine wichtige Rolle.

Als freiberufliche Übersetzerin und Texterin ist mir das Glück beschert, in meinen eigenen vier Wänden arbeiten zu dürfen. Viele träumen davon, ganz bequem mit seriöser Heimarbeit ihr Geld zu verdienen: freie Zeiteinteilung, kein tägliches Pendeln zum Arbeitsplatz, keine schlecht gelaunten Kollegen … die Liste der Vorteile von Heimarbeit könnten viele Menschen wohl endlos weiterführen.

Was sich anfangs aber wie der Himmel auf Erden anfühlt, kann ohne ein großes Maß an Disziplin und Selbstmanagement ganz schnell zum Albtraum werden. Deshalb möchte ich allen, die mit dem Gedanken spielen, ihren Lebensunterhalt von Zuhause aus zu verdienen, ein paar hilfreiche Tipps mit auf den Weg geben.

Der Heimarbeit-Mythos der freien Zeiteinteilung

Der Gedanken, sich seine Arbeitszeiten selbst einteilen zu dürfen klingt nicht nur verführerisch, sondern ist es auch. Endlich kann ich selbst bestimmen, wann ich was mache! Ich bin frei! Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass man, wenn man wenig oder nichts macht, auch wenig oder nichts verdienen wird. Die große Freiheit verleitet viele Menschen zum großen Trödeln: Nur noch schnell die Morgennachrichten fertig sehen, Blumen gießen, Zeitung lesen, mit der Katze spielen, Frühstückstisch abräumen, etc.

Oft vergisst man dabei, dass auch unangenehme Arbeiten erledigt werden müssen, und zwar ohne dass uns jemand dazu auffordert. Natürlich wäre es toll, wenn man sich im Heimbüro nur die Rosinen aus dem Arbeitskuchen herauspicken könnte, aber auch Rechnungen müssen geschrieben (und bezahlt!), Anrufe erledigt und schwierige Kunden betreut werden.

Mein Tipp:

Fixe Arbeitszeiten festlegen. In diesen Stunden wird dann … ja, gearbeitet! Dazu gehören nur die Dinge, die mit der beruflichen Tätigkeit zusammenhängen. Hausarbeit, Einkaufen oder im Internet chatten gehören nicht dazu! Unangenehme Aufgaben erledige ich persönlich immer gleich am Morgen, dann kann der Tag ja nur noch besser werden.

Büro zu Hause oder Zuhause im Büro?

Sobald man beschließt, sich ein Heimbüro einzurichten, sollte man eine ganz klare Vorstellung davon haben, wo genau das Home-Office seinen Platz finden wird. Gibt es dafür ein eigenes Zimmer? Das wäre natürlich der Idealfall. Oder aber wird der Schreibtisch irgendwo im Wohnzimmer stehen? Oder wird gar der Wohnzimmertisch zum Schreibtisch?

Aus den Augen aus dem Sinn – heißt es doch so schön. Wenn man abends vor dem Fernseher sitzt und der Computer in der Ecke einen dauernd daran erinnert, was noch alles getan werden muss, dann wird es fast unmöglich, auch mal abzuschalten und sich zu entspannen.

So ein Heimbüro braucht ein gewisses Maß an Platz. Möchte man wirklich immer alles wegräumen oder zur Seite schieben müssen, wenn das Abendbrot auf den Tisch kommt? Ordnung ist das halbe Leben – das gilt auch für das Geldverdienen von Zuhause aus.

Mein Tipp: Wenn man keinen eigenen Raum in der Wohnung in ein Heimbüro umwandeln kann, dann richtet man sich einfach eine eigene Arbeitsecke ein. Diese sollte man wenn möglich räumlich, aber zumindest visuell, vom Rest des Raumes abtrennen. Das ist dann der fixe Arbeitsbereich, in dem man seiner Tätigkeit ungestört nachgehen kann.

Das Pyjama Drama

Arbeiten von Zuhause – ein Traum! Endlich muss man sich nicht mehr schick machen fürs Büro, man muss sich nicht schminken oder rasieren, man kann plötzlich auf so Vieles verzichten! Aber Vorsicht – Urplötzlich sitzt man im Pyjama vor dem Computer und fragen sich, was da so ekelhaft riecht. Und dann geht uns ein Licht auf – „Hey, das bin ja ich! Wann habe ich eigentlich zum letzten Mal geduscht?“

Mein Tipp: Auch wenn es noch so verführerisch ist, einfach mit einer Tasse Kaffee direkt aus dem Bett zum Computer zu schlurfen – bitte gar nicht erst damit anfangen! Am besten, man hält sich an das BAF-Prinzip: Bad, Anziehen, Frühstück – bevor der Computer angemacht wird.

Freunde und Familie – Der schnelle Kaffee

So, Home-Office ist eingerichtet, Arbeitszeiten eingeteilt, man sitzt sauber und angezogen am Schreibtisch – es kann also los gehen! Und schon klingelt es an der Tür! Freundin (Hausfrau) / Nachbar (Pensionär) / Mutter (Mama halt) / Bruder (arbeitslos) / ehemalige Arbeitskollegin (schwanger) o.ä. steht vor der Tür: „Ich war gerade in der Gegend und dachte ich schau mal auf einen schnellen Kaffee vorbei. Man sieht dich ja gar nicht mehr, seit du hier den ganzen Tag zu Hause herum sitzt!“ Und schon ist der ganze Vormittag im Eimer.

Einfach auch mal NEIN sagenSobald es sich herum spricht, dass man zu Hause arbeitet, wird man ganz schnell zum sicheren Hafen für Menschen, die ein paar Stunden Zeit totschlagen möchten. Diese Menschen müssen sich nur an meine (fixen!) Arbeitszeiten halten und schon können sie mit dem Vorwand, mir einen Höflichkeitsbesuch abzustatten, all ihre Sorgen und Probleme loswerden … und einen Kaffee gibt es auch noch gratis dazu!

Mein Tipp: Da helfen leider nur ganz klare Worte: „Ich kann jetzt nicht mit dir plaudern, ich muss arbeiten.“ Diese Worte müssen ausgesprochen werden, bevor der Besuch über die Schwelle tritt. Klingt hart, ist hart, muss aber sein! Ich spreche aus Erfahrung. Wenn man die betreffende Person mag, dann schlägt man einfach einen alternativen Termin zum Kaffeeklatsch vor – außerhalb der Arbeitszeiten! Gute Freunde werden das verstehen. Und die anderen … na ja … ein bisschen Schwund ist immer, wenn man mit seriöser Heimarbeit sein Geld verdient …

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